In Krasków steht ein Schloss. Es hat sich einen Platz gewählt, der seit Urzeiten die Menschen in seinen Bann zog. Bereits die Kelten wählten diesen Platz, um an einem majestätisch in der Erde ruhenden Granitfelsen ihre magischen Rituale abzuhalten. Seit damals hat dieser Ort kontinuierlich an Kraft gewonnen und es ist wohl kein Zufall, dass die Geschichte dieses Tales Bystrzyca seit Jahrhunderten mit vielen Geschichten und Mythen bereichert wurde. Bereits vor 1250 stand hier ein Gutshof, der später zur Wasserburg umgebaut wurde. Der dreißigjährige Krieg legte das Bauwerk in Schutt und Asche.
Doch dieser Platz hat niemals aufgegeben und so erhob sich aus den Trümmern ein majestätisches Wasserschloss, das über die Jahrhunderte als genius loci bestand, bis es einem Brand zum Opfer fiel. 1746 beauftragte Graf David Sigismund von Zedlitz und Leipe einen Baumeister von Weltruhm: Fischer von Erlach der Jüngere realisierte mit seinen Plänen einen der schönsten Rokokoträume Europas – das prachtvolle Schloss Krasków, das anstelle des von den Flammen verzehrten Wasserschlosses Teil dieser Geschichte wurde und viele Jahre von Künstlern, Literaten und Gelehrten von Goethe über Hermann Hesse bis hin zu Erich Kästner beseelt wurde. 1945 musste sich das Schloss erneuten Wirrnissen stellen, die jahrzehntelang an seinen Kräften zehrten.
1992 führte das Schicksal den österreichischen Kunsthändler Thomas Gamperl nach Krasków. Als er im Schatten der verfallenen Mauern des Schlosses den Ort und dessen unglaublich präsente Kraft zu spüren begann, entschloss er sich gegen jede Vernunft, aber mit unbändiger visionärer Kraft dem Phoenix zu einem neuerlichen Flug zu verhelfen. Es entstand eines der schönsten Schlosshotels Europas, das durch seine behutsame und der Magie des Ortes Tribut zollenden Führung voller Würde weiterhin die Geschichte atmet, die es über Jahrhunderte schrieb.
